Wir verbinden konsequent die Auslegung nach Umweltwirkungen mit den kostenbasierten Entscheidungen in einem gemeinsamen Optimierungsmodell.

Die Grundlagen für unsere Strategie

Überall in den Nachrichten und jeder spricht darüber: die Nachhaltigkeit. Wir ermöglichen Dir einen verständlichen Zugang, faktenbasiert und transparent mit Einblicke in unsere Produkt- und Prozessauslegung.
Lies weiter, es lohnt sich.

Recycling, ein guter Anfang. Doch die Kreislaufwirtschaft ist noch so viel mehr. Adressieren wir ganzheitliche Nachhaltigkeit, reicht das Recycling von Materialien nicht aus. Klimaneutralität ist komplex und es kommt auf die Betrachtungsweise an, unter welchen Bedingungen wir dieses Ziel theoretisch erreichen. Die Themen sind spannend, weil sie im Gegensatz zu theoretischen Berechnungsmodellen, echten Praxisbezug haben.

Klimaneutralität

Was darunter verstanden wird und was wir betrachten müssen, um Umweltwirkungen von Produkten zu bewerten. Wir beschäftigen uns damit, warum es so wichtig ist, eine ganzheitliche Strategie ernsthaft in ein Produkt zu implementieren.
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Lieferketten

Worauf sollte ich als Kunde achten? Firmen werben mit Nachhaltigkeit, recycelten Stoffen und klimaneutralen Produkten. Wir animieren Dich kritisch zu hinterfragen, welche Systemgrenzen bei der Bewertung zugrunde gelegt wurden.
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Kreislaufwirtschaft

Welche sinnstiftenden Möglichkeiten gibt es, den Lebenszyklus eines Produkts zu schließen? Es geht tatsächlich nicht darum zwangsweise im gleichen Rohstoffkreislauf zu bleiben, viel wichtiger ist es in irgendeinem Kreis zu bleiben.
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Ein Berechnungsmodell, das rein kostenbasiertes Unternehmerdenken auf den Kopf stellt.

Die Umweltwirkungen von Produkten zu messen ist gut. Die Lieferketten mit einzubeziehen noch besser. Unsere Pflicht gegenüber dieser Welt ist es, noch einen entscheidenden Schritt weiterzudenken: Die Kostenauslegung und die Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment) in einem Optimierungsmodell verbinden.

Die konsequente Verknüpfung von Umweltwirkungen mit der Finanzplanung von Produkt- und Prozessentscheidungen. Ein mächtiger Ansatz mit ungeahntem Potential.

Der Ansatz ist in seinen Grundzügen trivial. Wir als Ingenieurinnen wollen nicht in versteckten Formeln, sondern für jede/n zugänglich kommunizieren. Deswegen folgt ein Anwendungsbeispiel direkt aus unserer Produktentwicklung.  

Eine kleine Einleitung: Unternehmen müssen kostenbasiert rechnen, um wirtschaftlich zu bleiben. Und auch wenn sie nachhaltig sein wollen, werden sie nicht bestehen können, wenn die Kosten nicht mit einberechnet und stimmig sind. Zudem ist teilweise noch verbreitet, dass Nachhaltigkeit teurer ist. Kostenoptimierung zu betreiben und am Ende den Fußabdruck des Produkts zu kompensieren, ist langfristig nicht ausreichend. Starten wir die neue Ära von Entwicklungsprozessen und verbinden konsequent die Kosten- und Nachhaltigkeitsparameter. Die Entwicklungsoptionen werden in einem Entscheidungsbaum aufgebaut, die Daten hinterlegt (Kosten und Umweltwirkungen) und miteinander verbunden. Unternehmen sind mit dem Optimierungsmodell in der Lage, eine Gewichtung zwischen Kosten und Nachhaltigkeit vorzunehmen und finden so den optimalen Pfad, um fundierte Entscheidungen zur Produkt- und Prozessauslegung zu treffen. All dies fördert ein wirtschaftliches Handeln im Einklang mit der Natur, eine Natur in der unsere Wirtschaft überlebt. Da der Planet auch ohne uns fortbestehen wird, geht es uns nicht nur darum, den Planeten zu retten, sondern letztendlich unser Überleben auf diesem Planeten sicherzustellen.

Eine kleine Produktentscheidung mit großem Unterschied

Wir gehen ein paar Monate zurück und schauen uns einen Entscheidungsprozess in unserer Produktentwicklung genauer an: Den Verschluss unserer Laptophülle. Die Kundenanforderung: "Wäre doch schön, die Hülle einhändig öffnen zu können, slimes Design, geräuscharm, kein Hängenbleiben und keine Kratzer." - Klar, dachten wir, es gibt ja Magnetbänder. Aus Sicht der Kundenanforderung eine tolle Möglichkeit. Magnetbänder sind ein Mix aus Kunststoff und Metall. Wir fragten uns: "Geht das nicht anders?". Also haben wir einen Schritt weitergedacht: Kunststoff und Magnete können getrennt recycelt werden. Das ist allerdings ab dem Zeitpunkt nicht mehr der Fall, ab dem wir die beiden Materialien in einem Magnetband untrennbar verbinden. Gleiches gilt für das Verkleben von unterschiedlichen Stoffen. Unser Anspruch ist es auf Klebtechniken und untrennbare Materialverbunde zu verzichten und stattdessen alternative technische Lösungen zu finden. Wir werden daher den Fokus auf Formschluss legen und damit arbeiten. Eine Umsetzung, die es ermöglicht verschiedene Materialien ohne Aufwand wieder voneinander zu trennen und am Ende des Lebenszyklus getrennt den jeweiligen Kreisläufen zuzuführen. Unsere Lösung für dem Verschluss ist eine sortenreine Kunststoffmatrix, die ohne Qualitätsverlust wieder dem Rohstoffkreislauf zugeführt werden kann. Wir lassen also in einem Loch die Punktmagnete ein. Die Magnete werden durch unsere Produktionsprozesse nicht verändert und können ohne Einschränkung als Rohmaterial neu verwendet werden, unabhängig davon, wie lange das Produkt in Gebrauch war.

Magnetverschluss: Magnetband vs. Matrix mit Punktmagneten
Grafische Darstellung der zwei Wege für den Verschluss. Oben das Materialien untrennbar verbindende Magnetband. Unten die nachhaltige Kunststoffmatrix mit Formschluss der Punktmagnete.Grafische Darstellung der zwei Wege für den Verschluss. Links das Materialien untrennbar verbindende Magnetband. Rechts die Kunststoffmatrix mit Formschluss der Punktmagnete.

Der Ursprung des nachhaltigen Designs beginnt bereits im Produktentstehungsprozess. Über die gesamte Prozesskette hinweg müssen Produktentscheidungen unter Einbeziehung potentieller Umweltauswirkungen kritisch hinterfragt werden. Wir werden niemals aufhören zu Forschen und zu Denken, um eine Produktlösung zu finden, die von Anfang an einen Beitrag zu einem reduzierten Fußabdruck des Produkts leistet. Gehen wir anhand dieses Beispiels weiter zu der kostenbasierten Seite. Erstaunlicherweise (oder genau genommen nicht erstaunlicherweise, wenn man länger darüber nachdenkt) ist unsere nachhaltig optimierte Alternative wesentlich günstiger als das Magnetband. Wenden wir dieses Beispiel auf unseren Ansatz zur Berechnung von Kosten und Umweltwirkungen in einem Modell an, so hätte das Optimierungsmodell hier sogar unabhängig der Gewichtung von Kosten und Umwelt immer die rechte Alternative bevorzugt. Diese Produktentscheidung ist in ihren Grundzügen noch recht einfach und kann auf dem Papier mit Zettel und Stift ausgerechnet werden. Je komplexer ein Produkt und ein Unternehmen jedoch sind, desto mehr Abzweigungen entstehen in dem Entscheidungsbaum. Dadurch wird die computergestützte Rechnung in einem implementieren Optimierungsmodell den Unterschied machen, endlich anzufangen die beiden wichtigsten Bereiche in einem Modell zu verbinden.

kostenreduziert

problemlos recycelbar

direkt wiederverwendbar


Es geht schon lange nicht mehr nur um recycelte Materialien, sondern um eine ganzheitliche Auslegung und eine faktenbasierte Strategie dahinter. Und nicht zuletzt um den Willen jedes Unternehmers.

Transparenz der Lieferkette

Transparenz. Unser Wert, unser Versprechen und unabdingbar für die Umweltstrategie.

Unser Anspruch

Analog zu einer Nährstofftabelle von Nahrungsmitteln werden wir eine Inhaltsstofftabelle von unseren Produkten angeben. Wir werden im aktuellen Stadium die Inhaltsstofftabelle mit allen Informationen füllen, die wir hinterlegt haben. Zusammen mit unseren Lieferanten arbeiten wir täglich daran die Lieferkette zu durchleuchten und unsere Inhaltsstofftabelle zu erweitern. Wir arbeiten weiter, bis wir unser Ziel erreicht haben: die Transparenz unserer gesamten Lieferkette. Es liegen die größten Kommunikationsaufgaben vor uns: Jeden Hersteller, Lieferanten und Unternehmer zu erreichen, echten Willen hervorzurufen und jeden Hersteller dieser Welt zu animieren, Daten zu teilen und eine Transparenz der Lieferkette zu schaffen. Die Zeiten sich hinter unwürdigen Arbeitsbedingungen zu verstecken und die Natur bei Produktionsprozessen unbeachtet zu lassen, muss endgültig enden.

Als kleines Unternehmen haben wir noch nicht die finanziellen Mittel und die Verhandlungsposition, um die Hersteller zu überzeugen, deren Ökodaten zu teilen. Natürlich ruhen wir uns darauf nicht aus. Wir haben eine Vision und werden diese anhand fundierten Wissens faktenbasiert und transparent kommunizieren. Wir werden unsere Lieferanten überzeugen, an den Umweltwirkungsabschätzung ihrer Prozesse zu arbeiten, damit so unsere Umweltwirkungsabschätzungen immer besser werden. Das benötigt Energie und Zeit. Es freut uns von Herzen, dass wir jetzt schon mit unserem Hauptlieferanten für den Innenstoff der Laptophülle einen ernsten Austausch über das Thema LCA, über Umweltzertifikate, Kreislaufwirtschaft und über deren Datenerhebung in den Produktionsprozessen haben. Es ist vor allem das Wissen, dass wir bereits etwas Kleines bewegt haben, was uns unbeschreiblich antreibt.

Eine Weltkarte. Eingezeichnet ist Aachen, der Transport von Materialien aus Asien mit dem Schiff, nicht mit dem Flugzeug und der Weitertransport in Europa mit dem Zug.

Stoff zum Nachdenken- Fragen für Deinen Alltag

Kleine Gedankenanstöße, die wertneutral sind und Dich einladen, Dein Bewusstsein zu schulen, die Umweltbewertung von Produkten zu verstehen.

Kann klimaneutral auch als CO2-neutral beschrieben werden? 

Hier findest du einen Erklärungsansatz.
Wie wirken sich die verschiedenen Produktionsschritte eines Produkts auf die Umwelt aus?

Wir haben hier eine Übersicht zusammengestellt.
Circular Economy - Wie umfangreich ist der Kreislauf eines Produkts, wenn alle einzelnen Komponenten betrachtet werden? 

Unsere Auffassung kannst Du hier nachlesen.