Motivierende Fakten über Motivationsprozesse

Katharina Graf, M.Sc Studentin der klinischen Psychologie

Lass Dir von Katharina den Artikel vorlesen:

Jodama Company · Teamdifferenzen, Inklusion und Arbeitszufriedenheit
„Nothing is impossible, the word itself says ‘I’m possible.” – Audrey Hepburn.

Lass Dich von mir auf eine Reise mitnehmen, auf der wir die grundlegenden Prinzipien der Motivation erforschen. Gemeinsam tauchen wir in aktuelle Forschungsergebnisse und Theorien ein, die erklären, was Motivation ist, woher sie kommt und wie wir sie steigern können

Was ist Motivation?

Motivationist der mentale Prozess, der zielgerichtetes Verhalten auslöst und aufrechterhält. Sie ist der innere Antrieb, der uns zum Handeln veranlasst (Cherry, 2020). Ganzgleich, ob Du Deine Lieblings-Sushi-Bowl isst, um Deinen Hunger zu stillen, oder ob Du mit Deinem Woppie in den Park gehst um an Deinen Projekten zu arbeiten - alles hängt von Deiner Motivation ab. Motivation lässt sich generell in zwei Hauptkategorien einteilen: Intrinsische Motivation und extrinsische Motivation. Intrinsische Motivation bedeutet, dass man etwas tut, weil es einem Spaß macht. Extrinsische Motivation ist definiert als die Motivation, etwas zutun, um ein externes Ziel zu erreichen. Zum Beispiel, um eine Gehaltserhöhung zu bekommen (Hennessey et al., 2015). Die Förderung der intrinsischen Motivation ist wichtig, da sie mit einem Gefühl der Selbstbestimmung, Zufriedenheit und Kontrolle verbunden ist. Darüber hinaus geht intrinsische Motivation mit Leistung, Kreativität, längerfristigem Lernen und Ausdauer einher. Extrinsische Einflüsse wie Belohnungserwartungen, Fristen oder eine bevorstehende Bewertung können dagegen zu einer Verringerung der Selbstbestimmung führen. Dies liegt daran, dass sie eine externe Orientierung erzeugen, was bedeutet, dass man sich nur wegen der Belohnung an der Aufgabe beteiligt und nicht, weil sie einem Spaß macht. Dennoch können bestimmte externe Belohnungen die intrinsische Motivation steigern. Belohnungen, die in einem autonomieunterstützenden Umfeld erhalten werden, untergraben nämlich nicht die intrinsische Motivation, sondern verstärken sie (Gerhart & Fang, 2015). Interessanterweise streben Arbeitnehmer sowohl aus intrinsischen als auch aus extrinsischen Gründen danach, in ihrem Job erfolgreich zu sein. Daher neigen sie dazu, nicht zwischen den beiden zu unterscheiden. So wünschen sich Arbeitnehmer beispielsweise wirtschaftliche Sicherheit und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was sie mit ihrem Einkommen und ihrer Freizeit anfangen sollen oder wie sie ihre beruflichen Ziele erreichen wollen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass Belohnungen auch nach hinten losgehen können. Wenn Mitarbeiter sich unterbezahlt fühlen und kein Gleichgewicht zwischen ihren Bemühungen und den erhaltenen Belohnungen sehen, kann nämlich ihre Motivation beeinträchtigt werden (Heyman and Ariely, 2004).

Wie kann man motivierter werden?
Umsetzungsabsichten

Trotz guter Absichten haben Menschen oft Schwierigkeiten, ihre Ziele zu erreichen (Legrand et al., 2017). Hier können Umsetzungsabsichten hilfreich sein. Umsetzungsabsichten sind spezifische Pläne, durch welche Situationen und zielgerichtete Verhaltensweisen in einem Wenn-Dann-Format miteinander verbunden werden. Zum Beispiel: "Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dann werde ich joggen gehen". Die Bildung dieser Absichten erhöht die Chance, das Ziel tatsächlich zu erreichen. Dies gilt für verschiedene Bereiche wie Gesundheit, Studium und zwischenmenschliche Beziehungen. Aber warum funktionieren sie so gut? Umsetzungsabsichten stellen eine starke mentale Verbindung zwischen einer bestimmten Situation (z. B. von der Arbeit nach Hause kommen) und einem zielgerichteten Verhalten (z. B. joggen gehen) her. Auf diese Weise kann das Verhalten automatisch aktiviert werden und die Menschen können ihr Verhalten von unten nach oben statt von oben nach unten steuern. Das heißt, ihr Verhalten wird durch einen Reiz gesteuert und nicht durch Absicht. Je genauer die Situation beschrieben wird, in der ein Verhalten ausgeführt werden soll, desto wirksamer ist der auslösende Faktor (z. B. von der Arbeit nach Hause kommen) als Reiz und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten (z. B. joggen gehen) tatsächlich ausgeführt wird. Gleichermaßen gilt: Je detaillierter das Verhalten beschrieben wird, desto eher kann es automatisch ausgelöst werden. Das liegt daran, dass man nicht weiter über das Verhalten nachdenken muss (Gollwitzer & Sheeran, 2006).

SMART

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die eigene Motivation zu steigern. So ist beispielsweise die Verwendung von SMART-Zielen (Specific, Measurable, Attainable, Relevant, Time bound - zu Deutsch: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitlich begrenzt) wichtig, um die Motivation zu fördern und aufrecht zu erhalten (Weintraub et al., 2021). Das einfache Ziel, "bei der Arbeit besser zu werden" oder "ein besserer Mensch zu werden", ist zu weit gefasst. Je SMARTer ein Ziel ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, es auch zu erreichen. Um zu entscheiden, ob ein Ziel zu hoch oder zu schwierig ist, muss man beobachten, welche Ziele die beste Leistung hervorbringen (Vohs & Schmeichel, 2007). Daher ist die Festlegung von SMART-Zielen, die mit der eigenen Bestleistung einhergehen, für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Motivation, diese Ziele zu erreichen, von großem Nutzen. Am Ende dieses Artikels finden Sie Anregungen, wie Sie sich SMARTe Ziele setzen können.

Motivation bei der Arbeit

Die Motivation der Mitarbeiter ist für Unternehmen von großem Interesse, da sie in hohem Maße von den Bemühungen und der Leistung der Mitarbeiter abhängen. Frühere Forschungen auf diesem Gebiet haben drei Grundsätze für ein optimales Arbeitsumfeld ergeben. Demnach sind Mitarbeiter in Arbeitsumgebungen am motiviertesten, in denen sie (1) eine große Autonomie bei der Planung ihrer Aktivitäten haben, (2) sich mit einer Vielzahl von Aufgaben beschäftigen können und dabei (3) eine Vielzahl von Kompetenzen entwickeln und zeigen können (Steers et al., 2004). Haben Sie schon einmal beobachtet, was als "Social Loafing" (soziales Faulenzen) in einer Gruppe bezeichnet wird? Dieser Effekt ist definiert als folgendes Phänomen: Mit zunehmender Gruppengröße sinkt die Produktivität des Einzelnen, weil die Motivation sinkt oder Koordinationsprobleme auftreten. Dabei ist bekannt, dass eine bessere Sichtbarkeit der Aufgaben und des Teamzusammenhalts sowie die Klärung der Gruppenrollen, die Auswirkungen des sozialen Faulenzens deutlich verringern können (Stouten & Liden, 2020). Daher ist ein Umfeld, das durch Autonomie, Abwechslung, Möglichkeiten, Aufgabensichtbarkeit, klare Rollen und Teamzusammenhalt gekennzeichnet ist, sowohl für Organisationen als auch für ihre Mitarbeiter äußerst motivierend und vorteilhaft.

Prokrastination

Ein weiterer Faktor, der sich auf die Leistung auswirkt, ist die Prokrastination. Untersuchungen zufolge geben mehr als 80 % der Menschen an, unter Prokrastination zu leiden. 15 bis 20 % leiden sogar unter pathologischer Prokrastination. Unter dem Begriff Prokrastination versteht man das unerwünschte Aufschieben von Handlungen trotz der langfristigen Folgen (z. B. schlechte schulische oder berufliche Leistungen, geringes subjektives Wohlbefinden, schlechte psychische Gesundheit, instabile finanzielle Lage). Um Prokrastination besser kontrollieren zu können, ist es hilfreich, ihre neuronalen Hintergründe zu verstehen. Frühere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass neuronale Merkmale in der weißen Hirnsubstanz mit Prokrastination in Verbindung stehen. Belege hierfür finden sich vor allem in drei Netzwerken: 1) Im Selbstkontrollnetzwerk, 2) Im Netzwerk für emotionale Regulation und 3) im episodischen Netzwerk. Genauer gesagt scheint es ein neuronales Zusammenspiel zwischen dem Selbstkontrollsystem des frontoparietalen Netzwerks und dem Emotionsregulationssystem des limbischen Netzwerks zu geben. Weitere Untersuchungen machten deutlich, dass emotionale Prozesse eine Schlüsselkomponente dafür sind, warum Menschen prokrastinieren. Personen neigen nämlich dazu, sich auf die negativen Emotionen zu konzentrieren, die bei der Erledigung einer Aufgabe entstehen, und können ihre kurzfristige Stimmung nicht regulieren, was dann zu Prokrastination führt. Es hat sich gezeigt, dass Selbstkontrollprozesse dieses Aufschiebungsverhalten reduzieren können (Chen et al., 2021). Wenn man also Selbstkontrolle übt, sich auf die positiven Aspekte einer Aufgabe konzentriert und seine Fähigkeiten zur Stimmungsregulierung trainiert, kann man die Prokrastination in den Griff bekommen.

Lass uns Dir abschließend einige Anregungen geben, wie wir unsere Vision leben und unsere Motivation mit den Woppie-Produkten steigern können:
  1. Achte darauf, die intrinsische Motivation zu erhalten und zu fördern, wenn Du dich mit verschiedenen Aufgaben beschäftigst. Dies kann erreicht werden, indem man sich auf die Aspekte der Aufgabe konzentriert, die man gerne tut, ohne eine Belohnung zu erwarten.
  2. Ebenso sollte man darauf achten, externe Belohnungen nur in einem die Autonomie-fördernden Umfeld zu erhalten. Diese Art von externen Belohnungen schmälern die intrinsische Motivation in der Regel nicht.
    Beispiel: Wenn Du Dich mit Deiner persönlich angepassten Woppie-Version dazu entscheidest von Deinem Lieblingsplatz aus zu arbeiten, wird dies Deine intrinsische Arbeitsmotivation erhöhen, auch wenn Du eine Belohnung für Deine Arbeit erhältst.
  3. Unternehmen sollten angemessene Belohnungen aussprechen, um zu verhindern, dass sich ihre Mitarbeiter für ihre Bemühungen unterbezahlt fühlen.
  4. Es sollten spezifische, messbare, erreichbare, relevante und zeitlich begrenzte Ziele gesetzt werden.
    Beispiel: Ich werde mit meinem Woppie in den Park gehen, um ab 9 Uhr drei Stunden lang an meinem Projekt zuarbeiten.
  5. Setz Dir spezifische Umsetzungsabsichten
    Beispiel: Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und meine Jacke an die Garderobe gehängt habe, dann nehme ich meinen Woppie-Chess und spiele mit meinen Freunden
  6. Unternehmen sollten darauf achten, dass die Sichtbarkeit der Aufgaben, der Zusammenhalt des Teams und die klaren Rollen in der Gruppe erhöht werden. Diese sind dafür bekannt, dass sie das soziale Faulenzen reduzieren.
  7. Um Prokrastination zu verhindern, ist es hilfreich, sich auf die positiven Aspekte der Erledigung einer Aufgabe zu konzentrieren, anstatt auf die damit verbundenen negativen Gefühle. Darüber hinaus kann auch ein Training der Selbstkontrolle das Aufschiebungsverhalten verringern.
    Beispiel: Konzentriere Dich auf die Tatsache, dass Du bei der Wahl Deines Arbeitsumfelds mit Deinem persönlich gestalteten Woppie flexibel bist. Das ist ein positiver Aspekt und kann Prokrastination verhindern.


Zusammen mit diesen inspirierenden Beispielen und den im Artikel besprochenen Forschungsergebnissen sind wir sicher, dass Du Deinen ganz persönlichen Weg zur Steigerung Deiner Motivation finden wirst. Erreiche Deine Ziele und lebe Woppiness.

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