Was in unserem Gehirn passiert, wenn wir Glück empfinden

Katharina Graf, M.Sc Studentin der klinischen Psychologie

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Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, um in Dich hineinzuhören. Bist Du wirklich glücklich? Welche Faktoren bestimmen Deine Gefühlslage? Und woran genau kannst Du erkennen, ob Du glücklich bist? Glücklich zu sein ist das übergeordnete Ziel der meisten von uns. Aber was bedeutet Glück? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lohnt es sich, einen Blick in den komplexesten Teil des menschlichen Körpers zu werfen: Das Gehirn. Forscher, die sich mit der funktionellen Neuroanatomie des Vergnügens befassen, sind davon überzeugt, dass Vergnügen eine der Hauptkomponenten des Glücks ist. Bereits Darwin ging davon aus, dass sowohl positive als auch negative Emotionen angepasste Reaktionen auf die Umwelt sind (Kringelbach & Berridge, 2010). Es ist nachgewiesen, dass insbesondere positive Emotionen einen großen Einfluss auf die kognitiven und emotionalen Ressourcen in unserem täglichen Leben haben. Dies beinhaltet eine Steigerung der Achtsamkeit, der positiven und akzeptierenden Gefühle gegenüber sich selbst und anderen, sowie der wahrgenommenen Fähigkeit, das eigene Leben zu meistern. Das Praktizieren der sogenannten "Loving-kindness"-Meditation befähigt Menschen nachweislich dazu, selbst positive Emotionen zu erzeugen und damit ihr allgemeines Glück langfristig zu steigern. Darüber hinaus führt die Praxis der "Loving-kindness"-Meditation zu einer erhöhten täglichen Erfahrung von positiven Gefühlen wie Freude, Dankbarkeit, Liebe, Hoffnung, Interesse und Stolz. Positive Emotionen scheinen also die Denkfähigkeit zu erweitern und das tägliche Miteinander zu verbessern (Fredrickson et al., 2008). Darüber hinaus teilt die Wissenschaft das Konzept der Gefühlszustände in zwei Kategorien ein: (1) In den momentanen emotionalen Status und (2) in die bewussten empfundenen Gefühle. Der momentane emotionale Status wird eher objektiv in Bezug auf Verhalten, Physiologie und neuronale Reaktionen definiert. Die bewussten empfundenen Gefühle können als das subjektive Erleben von Emotionen durch den Einzelnen verstanden werden. Glück ist also sowohl ein bewusstes gefühlsmäßiges Empfinden als auch eine objektiv messbare Reaktion, die teilweise durch die individuelle Wahrnehmung und Neuroanatomie positiver Emotionen (z. B. Freude) bestimmt werden kann (Kringelbach, 2004; Kringelbach & Berridge, 2010).

Wie werden wir Glücklich?

Das Gehirn besteht aus vielen miteinander verknüpften Gehirnregionen und Neurotransmittern. Mehrere von ihnen werden durch angenehme Reize und Ereignisse aktiviert. Die für das Glücklichsein wichtigsten Hirnregionen sind der Nucleus Accumbens und das ventrale Pallidum, sowie weitere Regionen im limbischen System und im tiefen Hirnstamm. Freude wird in motivierende Prozesse umgesetzt, zu denen auch die Anreizempfindung (d. h. das "Verlangen")gehört. Die Anreizempfindung beruht teilweise auf der mesolimbischen Dopamin-Neurotransmission. Auffallend ist jedoch, dass die Anreizempfindung (d.h. das "Verlangen") in den meisten Fällen, aber nicht notwendigerweise, mit dem Vergnügen (d. h. dem "Mögen") Hand in Hand geht. Das liegt daran, dass beide Prozesse zu unterschiedlichen neuronalen Hirnarealen gehören. Das bedeutet, dass Menschen beispielsweise das Verlangen haben können, zwanghaft ihre sozialen Medien zu checken, während sie dies auf einer bewussteren und kognitiven Ebene vielleicht nicht tun möchten. Zu erwähnen ist auch, dass solche Dissonanzen zu einem niedrigen Glücksniveau führen können. Ein hohes Maß an Glück hängt dagegen stark damit zusammen, dass Verlangen und Gefallen im Einklang stehen. Die meisten Menschen wünschen sich zum Beispiel positive soziale Beziehungen zu anderen und mögen diese. Dazu gehören Sinneseindrücke wie visuelle Gesichtsausdrücke, zwischenmenschliche Berührungen und kognitive Aspekte wie soziale Belohnung und Zugehörigkeit. Der Wunsch nach sozialer Bindung und ist also nicht nur entscheidend für das Überleben, sondern auch für das Glücksempfinden (Kringelbach & Berridge, 2010). Ein weiterer wichtiger Faktor, der mit Glück in Verbindung gebracht wird, ist das Gefühl von Sinn und Zweck im Leben. Ein Sinngefühl ist für das psychische Wohlbefinden von zentraler Bedeutung und hat einen großen Einfluss auf die psychische Gesundheit. Personen, die ihr Leben als sinnvoll bezeichnen, geben an, dass sie dabei sind, ihre Lebensziele zu erfüllen, oder dass sie sie bereits erfüllt haben. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass die Entwicklung von Sinn im Leben mit einer erfolgreichen Entwicklung des Selbstwertgefühls verbunden ist, was wiederum zum Gefühl des Glücks beiträgt (Debats, 1996). Parallel dazu treibt der Sinn die Entwicklung von Absichten voran, die wiederum zu Zielen führen. Von hier aus führen diese Ziele - wenn sie mit den eigenen Werten übereinstimmen - zurück zu einem Gefühl der Bedeutung (McKnight & Kashdan, 2009). Aus diesen Erkenntnissen lässt sich schließen, dass Glück durch das Zusammenspiel verschiedener biologischer und psychologischer Faktoren erreicht werden kann.

Wie bleiben wir glücklich?

Die Forschung von De Neve et al. (2012) geht davon aus, dass es ein individuelles Grundniveau des Glücks gibt, das teilweise durch die Persönlichkeit und durch genetische Veranlagungen geprägt ist. Außerdem scheint es Hinweise darauf zu geben, dass Personen mit einem effizienteren Serotonin-Transporter-Gen (5-HTT) ein deutlich höheres Maß an Lebenszufriedenheit aufweisen. Etwa 33 % der Varianz des subjektiven Wohlbefindens einer Person ist vererbbar. Daher stellt sich nun die Frage: Wie können wir die verbleibenden 67 % beeinflussen, um unser Glück zu verbessern? Eine Strategie, die als Segregation von Gewinnen bezeichnet wird, erhöht nachweislich den hedonistischen Nutzen von angenehmen Ereignissen oder Reizen. Das heißt, einen Monat lang jeden Tag einen Keks zu essen, wird als angenehmer empfunden als 30 Kekse auf einmal zu essen. Dies gilt jedoch nur, wenn diese Gewinne nicht in zu kleine Einheiten aufgeteilt werden. Genauer gesagt kann der Verzehr von 1/12 eines Kekses pro Tag über ein Jahr hinweg genauso angenehm sein wie der Verzehr von gar keinem Keks (Morewedge et al., 2007). Wenn man also eine angenehme Erfahrung in vernünftige kleinere Einheiten aufteilt, führt dies letztendlich zu einem höheren Maß an Zufriedenheit. Außerdem ist Dankbarkeit eine starke positive Emotion. Insbesondere das Reflektieren und Aufschreiben dessen, wofür man dankbar ist, ist eine nützliche Strategie zur Verbesserung und Aufrechterhaltung der Zufriedenheit (Witvliet et al., 2019). Es hat sich gezeigt, dass Interventionen wie das Schreiben einer täglichen Dankbarkeitsliste das subjektive Glücksempfinden deutlich steigern und negative Emotionen und depressive Symptome verringern können (Cunha et al., 2019). Menschen vergessen häufig, die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen, wie z. B. das Lächeln eines Fremden oder halten einen gut gefüllten Kühlschrank für selbstverständlich. Wenn man dankbarer ist und sich der "großen" und "kleinen" Dinge im Leben bewusst wird, erkennt man vielleicht, dass die "kleinen" Dinge auch "große" Dinge sind. Darüber hinaus fühlen sich dankbare Menschen eher wertgeschätzt und bestätigt, was wiederum ihr Selbstwertgefühl und die wahrgenommene soziale Unterstützung steigert. Darüber hinaus steht die Praxis der Dankbarkeit in Zusammenhang mit prosozialem Verhalten (d. h. anderen Menschen zu helfen) und positiven sozialen Bindungen. Nach der Big-Five-Taxonomie der Persönlichkeit scheinen dankbare Menschen wohlwollender zu sein, was nachweislich prosoziales Verhalten hervorruft (McCullough et al., 2002). Wenn man einer bedürftigen Person hilft, fühlt man sich nützlicher und geschätzter. Somit kann prosoziales Verhalten das eigene Glück erheblich steigern und positive soziale Beziehungen erhalten und fördern (Aknin & Whillans, 2020). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Glück aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren entstehen kann, die durch das Verhalten einer Person, ihrer Persönlichkeit und ihrer genetischen Veranlagung beeinflusst werden. Alle diese Faktoren werden durch das Zusammenwirken mehrerer Gehirnregionen und Neurotransmitter begleitet und hervorgerufen (Kringelbach & Berridge, 2010). Glück ist ein Zustand, den wir aktiv verbessern, aufrechterhalten und praktizieren können, wo immer wir uns befinden. Indem wir dies anerkennen, können wir unser Leben in hohem Maße beeinflussen. Wir möchten Dich ermutigen, Dir jeden Tag ein paar Augenblicke Zeit zu nehmen, um über Deine Gedanken und Gefühle nachzudenken und sie zu erkennen. Dadurch wirst Du Dir besser bewusst, was Dein Glück positiv beeinflussen kann.

Die Welt ist ständig in Bewegung und wird immer dynamischer. Daher ist ein mobiler Arbeitsplatz ein unverzichtbares Hilfsmittel, um die Flexibilität, die Produktivität und vor allem das Glück zu fördern. Genau das ist die Vision von Jodama. Durch die Verbindung von Arbeit und Glück möchten wir, dass Du WOPPINESS erlebst. Unser Ziel ist es, Komfort und Mobilität zu vereinen, damit Du von überall aus an Deinen Projekten arbeiten kannst. Und dabei Dein Glück steigern kannst, wo immer Du bist. Natürlich schätzen wir die Subjektivität und Individualität des Glücks. Aus diesem Grund haben wir für alle unsere Woppie-Produkte verschiedene Zusatzfunktionen entwickelt. Mit diesen Features kannst Du Dein einzigartiges WOPPINESS-Erlebnis kreieren und auf Deine persönliche Weise glücklicher werden.

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